BLUESDOCTOR – Blues aus Giessen

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21/11/2014

Presse

Gießener Allgemeine vom 7.3.2016:

Verheißungsvoller Start im Jokus

 

„1st Giessen Bluesnight“ muss nicht die letzte sein – mit dabei: Bluesrange, Bluesdoctor und Johnny deVille

 

Die optimistische Nummerierung deutete es an und „Bluesrange“-Drummer Jörg Bischoff, der den Abend organisiert hatte, bestätigte es: Wenn die „Blues Night“  – trotz Konkurrenz durch Superstar Joe Bonamassa in Frankfurt – gut ankommt, könnte daraus eine Reihe werden. Die Chancen stehen gut, denn der Saal war gut gefüllt.

Nur bei der Nachfrage nach Stühlen hatte man sich ein bisschen verschätzt – es blieb bei den wenige Sitzmöbeln auf der kleinen Tribüne am Rand. Tatsächlich waren neben vielen jung gebliebenen auch etliche jüngere Baujahre im Publikum. Dennoch lag Hans Röth mit seiner augenzwinkernden Einschätzung des Durchschnittsalters von „26,75“ natürlich knapp daneben.

Röth eröffnete als Johnny Deville mit seiner Bluesgang den Abend. Der Künstlername ist eine Hommage an den 2009 verstorbenen Willy DeVille und dessen auf die Wurzeln des Blues reduzierten Trio. …

Mit einem Mann mehr erklommen „Bluesdoctor“ (ebenfalls aus Gießen) die Bühne. Mit Jimmy Reeds „Big Boss Man“ ging es temperamentvoll los. Christoph Handrack am Keyboard und Mikro führte die Fans durch die Geschichte des Blues und seines Hauptthema „Männer und Frauen“ mit all seinen Variationen. Mit ihm spielten Manfred Jung (Drums), „Harpmut“ Dietrich an der Mundharmonika und Thomas Geis an elektrischen und akustischen Gitarren. Den Bass übernahm Handrack an den Tasten. Man merkte der Gruppe die lange Bühnenerfahrung an. Egal ob gefühlvoller Slow Blues wie „It Hurts Me Too“ mit Bottleneckgitarre, knorrige Losgehenummern wie  Robert Johnsons „Stop Breaking Down“ oder eigene Songs wie das soulig dräuende „Stone Heartet Woman“ mit E-Piano: alles aus einem Guss und alle Soli ohne musikalische Geschwätzigkeit genau auf dem Punkt, zusammen gehalten von clever akzentuiertem Schlagzeug. …

… betrat die Wetzlar-Gießen Formation „Bluesrange“ mit doppelt so vielen Musikern die Bühne, unter anderem zwei Gitarristen und zwei Chorsängerinnen – großes Besteck also und fast zwei Stunden Musik!

Gießener Allgemeine vom 17.9.2015:

… Handwerklich von der Band Bluesdoctor tadellos dargebotenen klassischen Blues erlebten die Besucher am Freitag in der fast voll besetzten Klinikkapelle. Im Rahmen der Reihe „Musik bei Vitos“ vermochten Christoph Handrack (E-Piano/Orgel und Gesang), Manfred Jung (Schlagzeug), Thomas Geis (E-Gitarre) und Hartmut Dietrich (Mundharmonika und Gesang) den Geist vornehmlich der 1940er bis 1960er Jahre wiederzuerwecken. Schwungvolle Eigenkompositionen gelangen ihnen ebenso gut wie Coverversionen von Stücken längst vergangener Tage. Handrack gefiel mit seiner kernigen Stimme und wurde von der Band virtuos unterstützt. Zuweilen verstärkte ihn Mundharmonikaspieler Dietrich gesanglich. Der trat zudem wie Geis in ausdrucksvollen Instrumentalsoli hervor. Eigene Stücke wie „Stone Hearted Woman“ und „On my way“ zeugten von gutem Stilempfinden und boten gleichermaßen gediegene Unterhaltung wie die Klassiker. Das Quartett demonstrierte ausgezeichnetes Rhythmusgefühl – der Blues schien ihm im Blut zu liegen. …

BD VItos11.9.15

 

 

Gießener Allgemeine vom 13.1.2014:

Sprechstunde beim Bluesdoctor – Volles Haus beim Konzert in der Vitoskapelle

 

Bis auf den letzten Platz war am Freitag die Vitoskapelle besetzt. Behandelt wurde hier Weltschmerz, vor allem wenn er in Verbindung mit Frauen steht, so Bandleader Christoph Handrack. Glücklich war der, der nicht auf den letzten Drücker kam, bot die Kapelle doch tatsächlich für die letzten 15 Besucher keinen Sitzplatz mehr.

Dass die Kirche so voll war, kommt nicht von ungefähr: Seit über 25 Jahren machen Keyboarder Handrack und Schlagzeuger Manfred Jung schon zusammen Blues. Hartmut Dietrich an der Mundharmonika kam vor etwa zehn  Jahren dazu und Gitarrist Thomas Geis vor rund 15 Jahren. Dass sie jetzt zu viert auf der Bühne standen , ist trotzdem eine kleine Besonderheit – war Geis doch die letzten drei Jahre in Wien und während dieser Zeit avancierte Bluesdoctor zum Trio.

Aber nicht nur quantitativ, sondern auch qualitativ stimmt die Musik. Straight, aber mit Groove wird hier am Schlagzeug gerührt, die Gitarre spielt saubere Soli, das Piano übernimmt hauptsächlich die begleitende Aufgabe und zugleich den Bass, und die Mundharmonika ist hier ein mehr als vollwertiges Instrument: Sie übernimmt entgegen ihrer Natur nicht nur Melodie, sondern ebenso harmonische und teilweise sogar rhythmisch-perkussive Aufgaben. Gerade das ist einer der wesentlichen Punkte, die den Charme der Band ausmacht.

Ihr Repertoire reicht von eigenen Kompositionen bis hin zu alten Klassikern der Bluesgeschichte. Von getragenen bis flotten Hits lässt das Quartett nichts aus. Einen großen Stellenwert nehmen, ganz getreu dem wahren Blues, die Soli ein, die von jedem der Instrumentalisten mal übernommen werden. Einzelne „Yeah“-Rufe aus dem Publikum und der großzügige Applaus vollendeten ein hervorragendes Blueskonzert, wie man es sonst aus dem Fernsehen kennt.

 

Gießener Zeitung vom 12.1.14

Bluesdoctor begeistert vor vollen Haus

von Jakob Handrack am 12.01.2014

 

Gießen/ Am vergangenen Freitag gastierte die Gießener Bluesband BluesDoctor zum Auftakt der Konzertreihe „Musik in der Vitos“ 2014 in der Kapelle des Psychiatrischen Krankenhaus in der Licher Straße 106. Mit knapp 200 Besuchern war die Kapelle bis auf den letzten Platz gefüllt, so dass die etwas später gekommenen sich mit den Stehplätzen begnügen mußten.
BluesDoctor – bestehend aus Christoph Handrack (voc, piano), Hartmut Dietrich (harp), Manfred Jung (drums) und Thomas Geis (guitar) – überzeugte durch ein etwa zweistündiges Programm mit einer kurzen Pause zwischendurch. Darin befanden sich ausgemachte Bluesklassiker wie beispielsweise der einzige Nummer-1-Hit von Willie Dixon „My Baby“ oder der Bluesschmachtfetzen „It hurts me too“ (1940), im Original von Tampa Red, bekannt geworden u.a. in der Version von Elmore James, ein Lied über den „gefährlichen Typus“ des Frauenverstehers. So heißt es darin „but when things go wrong / go wrong with you / It hurts me too“
Wie im Blues generell, so spielte auch an diesem Abend das Thema Männer und Frauen eine besondere Rolle wie in der eigenkomponierten, gefühlsbetonten Bluesballade „Stone Hearted Woman“ oder dem schwungvollen, auffordernden „Shake it, Baby“. Nicht zuletzt in dem von Howlin‘ Wolf 1962 mit dem lakonischen Vers „Who’s Been Talking?“ besungenen Verschwinden der Frau nach einer Affäre mit einer anderen – zu deutsch: „Wer hat gepetzt?“
Dass auch Bluesharp-Spieler Hartmut Dietrich über eine satte Stimme verfügt, zeigte er in dem aufrichtigen Liebeslied „Let the four winds blow“ von Fats Domino.
Ein besonderes Highlight war der Moment, als Schlagzeuger Manfred Jung von seinem Instrument hervorkam und auf einer Miniaturversion eines Schlagzeugs bei dem Ska-Stück „Come Home To You“ ein zielsicheres Rhythmusgefühl bewies. Wien-Rückkehrer Thomas Geis, erst seit kurzem wieder mit der Band dabei, integrierte sich geschmeidig und offenbarte in seinen Soli auf der Gitarre Bluesqualitäten. Bereichert wurde das Programm durch Anekdoten zu den einzelnen Stücken, die in humorvoller Weise von Christoph Handrack eingebracht wurden.
Das Publikum war begeistert, jubelte und ließ sich immer zu frenetischen Beifallsäußerungen hinreißen. Das Konzert endete mit lautstarken Applaus und Louis Jordans Klassiker „Caledonia“ (1942). Mehr von BluesDoctor gibt es im Web unter www.bluesdoctor.de

Kontakt:
Jakob Ch. Handrack
BluesDoctor Presse & Management
mobil: 0172-6733941 • mail: info@bluesdoctor.de

 

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